Das Zertifizierungszeichen ist das Logo, das Sie als zertifiziertes Unternehmen tatsächlich verwenden dürfen. Es gehört Ihrer Zertifizierungsstelle, die es Ihnen mit dem Zertifikat vertraglich zur Nutzung überlässt — meist geregelt in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder in einem separaten Zeichennutzungsvertrag. Zu unterscheiden ist es vom Akkreditierungssymbol, das ausschließlich der akkreditierten Stelle selbst zusteht.
Der Geltungsbereich reist mit
Ein Zertifikat gilt für bestimmte Tätigkeiten an bestimmten Standorten. Das Zeichen darf diesen Rahmen nicht erweitern. Wer eine Fertigung zertifiziert hat und den Handelsbetrieb nicht, darf im gemeinsamen Katalog nicht so auftreten, als sei alles zertifiziert. Die saubere Lösung ist ein Zusatz, der die zertifizierte Einheit benennt, oder das Zeichen mit Zertifikatsnummer, über die sich der Geltungsbereich im Zertifikatsregister nachvollziehen lässt.
Bei mehreren Normen entstehen weitere Fallstricke. Ein Zeichen für ein Umweltmanagementsystem neben einer Aussage zur Produktsicherheit lässt Leser die beiden Dinge verbinden, die nichts miteinander zu tun haben. Zertifizierungsstellen achten inzwischen genau darauf, weil sie es ihrerseits gegenüber der Akkreditierungsstelle verantworten müssen.
Was regelmäßig beanstandet wird
Vier Muster wiederholen sich. Erstens veraltete Logoversionen, die nach einem Rebranding der Zertifizierungsstelle weiterlaufen. Zweitens das Zeichen auf Produktverpackungen, oft mit dem Argument, man wolle die Qualität sichtbar machen. Drittens die Verwendung durch nicht zertifizierte Konzernteile. Viertens Zeichen auf Dokumenten, die eine Konformitätsaussage über ein Erzeugnis treffen.
Alle vier fallen auf, weil Auditoren im Überwachungsaudit nicht mehr nur Ordner ansehen, sondern die Website aufrufen. Nehmen Sie den Punkt in Ihre eigene interne Auditcheckliste auf, dann ist er erledigt, bevor jemand anders ihn findet.
Nach dem Wechsel: der teure Rest
Wenn Sie die Stelle wechseln, endet das Nutzungsrecht der alten Zeichen mit dem alten Zertifikat, unabhängig davon, ob das neue schon vorliegt. Zwischen beiden kann eine Lücke von wenigen Tagen liegen, und genau in dieser Lücke darf keines der beiden Zeichen verwendet werden.
Praktisch scheitert das an den Fundstellen. Logos stecken in Angebotsvorlagen, Signaturen, alten Datenblättern, auf Messewänden, in Stellenanzeigen und in Katalog-PDFs, die Suchmaschinen jahrelang ausliefern. Legen Sie die Liste an, solange der Wechsel noch läuft. Wann sich ein Wechsel überhaupt anbietet, ordnet der Beitrag wann ein Transfer des Zertifikats sinnvoll ist ein; die Mechanik der Übernahme steht unter Transfer eines Zertifikats.
Der Sonderfall Aussetzung
Wird ein Zertifikat ausgesetzt, existiert es weiter, verliert aber seine Wirkung. Die Zeichennutzung ruht in dieser Zeit vollständig. Unternehmen übersehen das häufig, weil die Aussetzung als vorübergehende Formalie wahrgenommen wird. Für die Zertifizierungsstelle ist sie das nicht: Sie muss die Aussetzung im Register sichtbar machen und die Zeichennutzung kontrollieren. Was passiert, wenn es die Stelle selbst trifft, beschreibt der Beitrag was passiert, wenn Ihre Zertifizierungsstelle die Akkreditierung verliert.
