Unabhängiger Wegweiser

Welchen Nachweis verlangt Ihre Branche?

TISAX für Automotive, IFS für den Handel, AZAV für Bildungsträger, EN 1090 am Bau: 31 branchenspezifische Standards — und was dahintersteht, wenn ein Auftraggeber „zertifiziert" verlangt.

Zur eigenen Branche Zertifiziert oder akkreditiert?

Lieferant und Kunde besprechen die geforderten Nachweise
  • 10Branchen mit eigenem Standardgefüge
  • 31Branchen- und Spezialstandards erklärt
  • 75Fachbegriffe im Glossar erklärt

Die meistgesuchten Branchenstandards

Nach Nachfrage sortiert. Jede Seite beantwortet dieselben Fragen: Wer verlangt diesen Nachweis, was prüft er, wie läuft das Verfahren — und wodurch unterscheidet er sich von der ISO-Norm, mit der er oft verwechselt wird.

Alle 31 Standards im Überblick →

Nach Branche

Automobilindustrie

Zulieferer stehen unter dem stärksten Nachweisdruck aller Branchen: TISAX für Informatio

Energie und Klima

Energiemanagement ist selten Selbstzweck: Es geht um Spitzenausgleich, Netzentgelte und

Gesundheit und Medizinprodukte

Der am stärksten regulierte Bereich. Zertifizierung ist hier meist keine Marktentscheidu

Bildung und Weiterbildung

Ohne AZAV-Zulassung keine Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit. Für Bildungsträger

Lebensmittel

Der Handel bestimmt, welcher Standard gilt. HACCP ist gesetzlich verpflichtend, IFS und

Bau und Metall

Bei tragenden Bauteilen aus Stahl und Aluminium ist die werkseigene Produktionskontrolle

Labore und Prüfstellen

Labore werden nicht zertifiziert, sondern akkreditiert. Der Unterschied ist kein Wortspi

Bevor Sie eine Zertifizierungsstelle anrufen

1

Den Wortlaut der Forderung lesen

„Nach ISO zertifiziert" ist keine Anforderung. Lassen Sie sich schriftlich geben, welcher Standard, welcher Geltungsbereich und welche Akkreditierung verlangt werden. Das erspart die teuerste aller Korrekturen: die zweite Zertifizierung.

2

Zertifizierung von Akkreditierung trennen

Unternehmen werden zertifiziert, Labore und Prüfstellen akkreditiert. Wer als Labor eine Zertifizierung beauftragt, kauft das falsche Produkt — und merkt es erst, wenn der Auftraggeber den Nachweis ablehnt.

3

Den Geltungsbereich abstimmen

Der Geltungsbereich steht auf dem Zertifikat und ist das Erste, worauf Ihr Auftraggeber schaut. Klären Sie vorher, welche Standorte und Prozesse er abgedeckt sehen will.